Konzertbericht: Still Counting verwandeln das KufA Haus in einen Hexenkessel
Samstag, den 21.03.2026 im KufA Haus Braunschweig
Braunschweig hat ein neues Highlight in seinem Konzertkalender: Am gestrigen Abend feierten Still Counting, Deutschlands meistgebuchte Volbeat-Tribute-Band, ihre Premiere im KufA Haus. Was soll man sagen? Es war kein normales Konzert – es war ein regelrechter Abriss.
Ausverkauftes Haus und pure Energie
Die Mischung aus Metal, Rock’n’Roll und Country-Einflüssen, für die das dänische Original bekannt ist, lockte ein bunt gemischtes Publikum an, das vom ersten Moment an bereit war, alles zu geben.
Frontmann Manuel „Manu“ Herwig bewies eindrucksvoll, warum er als eine der besten Besetzungen für diesen Job gilt. Mit einer Stimme, die dem markanten Organ von Michael Poulsen verblüffend nahekommt, und einer enormen Bühnenpräsenz hatte er die Menge sofort im Griff. Besonders stark: Kiedi suchte immer wieder den direkten Kontakt zum Publikum, bezog die Fans in die Songs ein und sorgte dafür, dass die Textsicherheit der Braunschweiger ordentlich auf die Probe gestellt (und bestanden!) wurde.
Die Band hinter dem Sound
Still Counting sind keine Newcomer in der Tribute-Szene. Die Band aus Hessen (Raum Fulda/Kassel) tourt bereits seit vielen Jahren erfolgreich durch Europa und hat sich den Ruf erarbeitet, den "Elvis-Metal" nicht nur nachzuspielen, sondern zu leben.
Die Besetzung im Überblick:
- Manuel „Manu“ Herwig – Gesang & Gitarre
- Tobias „Tobse“ Herwig – Gitarre & Gesang
- Christoph „Chris“ Kühn – Gitarre
- Jonathan „Jony“ Jochem – Bass
- Niky Döhler – Schlagzeug
Ein Set ohne Atempause
Von Hymnen wie "Still Counting" über das treibende "Sad Man’s Tongue" bis hin zu den harten Klängen von "Seal the Deal" – die Setlist ließ keine Wünsche offen. Das KufA Haus erwies sich dabei als perfekte Location: Intim genug für echte Club-Atmosphäre, aber mit einem Sound gesegnet, der die Wände wackeln ließ.
Ein Publikum, das jede Zeile lebt
Schon mit den ersten Akkorden wurde klar:
Das Publikum war textsicher bis in die letzte Reihe.
Ob Klassiker wie „Still Counting“, „Sad Man’s Tongue“ oder neuere Hits – die Besucher sangen jede Zeile lautstark mit und machten den Abend zu einem kollektiven Erlebnis.
Frontmann Manu Herwig verstand es dabei hervorragend, die Menge immer wieder einzubinden. Mit Charme, Energie und einem sicheren Gespür für Timing animierte er das Publikum zu Mitsingparts, Call-and-Response-Spielchen und kollektiven Ausrastern – genau so, wie man es von einem echten Volbeat-Konzert erwarten würde.
Fazit: Wer Volbeat liebt, kommt an Still Counting nicht vorbei. Der gestrige Abend im KufA Haus war eine Machtdemonstration in Sachen Tribute-Rock. Braunschweig hat gezeigt, dass es textsicher ist, und die Band hat versprochen, dass dies sicher nicht ihr letzter Besuch in der Löwenstadt war.
Mein Dank gilt, wie so oft, Thorsten Meier von Advanced Music.
Text & Fotos Sascha Wilkniß